FAQ zur Finanzierungsbestätigung
Was ist eine Finanzierungsbestätigung?
Eine Finanzierungsbestätigung ist ein Dokument einer Bank oder eines Finanzdienstleisters, das die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, Immobilienvorhaben bis zu einer bestimmten Summe zu finanzieren.
Funktion: Sie dient als erster Nachweis für Verkäufer und Makler, dass der Kaufpreis sowie die Nebenkosten durch Eigenkapital oder ein Darlehen gedeckt sind.
Prüfungsgrundlage: Das Dokument basiert entweder auf unverifizierten Selbstangaben oder bei höherwertigen Käuferzertifikaten, auf geprüften Bonitätsdaten (z. B. durch einen SCHUFA-Check).
Rechtlicher Status: Es handelt sich um eine unverbindliche Absichtserklärung („Zusage unter Vorbehalt“), keine finale Finanzierungszusage.
Wie bekommt man eine Finanzierungsbestätigung?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen Finanzierungsnachweis zu erhalten:
Digitale Plattformen: Schnelle Erstellung online, oft mit direktem SCHUFA-Check für sofortige Verifizierung.
Hausbanken: Persönliche Ausstellung durch Bankberater nach Prüfung von Einkommensunterlagen.
Finanzvermittler: Erstellung eines bankenunabhängigen Zertifikats basierend auf einem Vergleich verschiedener Kreditgeber.
Bausparkassen: Nachweis über einen bestehenden Finanzierungsrahmen oder Bausparvertrag.
Wichtig: Ein Nachweis, der auf geprüften Daten (z. B. SCHUFA) basiert, kann bei Maklern eine höhere Akzeptanz als rein unverifizierte Online-Berechnungen bedeuten.
Was beinhaltet eine Finanzierungsbestätigung?
Eine Finanzierungsbestätigung dient als Nachweis Ihrer aktuellen Finanzkraft. Die wesentlichen Bestandteile des Ergebnisdokuments sind:
Bestätigter Finanzierungsrahmen: Die Angabe der maximalen Darlehenssumme oder des Gesamtkaufpreises, den die Bank unter den gegebenen Voraussetzungen begleiten würde.
Bonitätsstatus (verifiziert durch SCHUFA): Ein entscheidendes Merkmal moderner Zertifikate ist der Vermerk, dass die Kreditwürdigkeit auf Basis einer SCHUFA-Abfrage objektiv geprüft wurde.
Banküblicher Vorbehalt: Der Hinweis, dass die endgültige Kreditzusage an die abschließende Prüfung der zu erwerbenden Immobilie (Objektprüfung) gebunden ist.
Was benötige ich für eine Finanzierungsbestätigung?
Für eine erste, aussagekräftige Finanzierungsbestätigung bzw. Käuferzertifikat werden in der Regel folgende Angaben benötigt:
Persönliche Daten: Vollständiger Name, aktuelle Anschrift und Geburtsdatum zur Identifikation.
Einkommensnachweise: Angaben zum monatlichen Nettoeinkommen (z. B. aus nichtselbstständiger Arbeit, Renten oder Vermietung).
Eigenkapital: Eine Aufstellung der verfügbaren liquiden Mittel (z. B. Sparguthaben, Wertpapiere), die in die Finanzierung einfließen sollen.
Monatliche Ausgaben: Informationen über bestehende Verpflichtungen wie Kredite, Leasingverträge oder Unterhaltszahlungen.
Bonitätsprüfung: Bei digitalisierten Verfahren ist zudem die Zustimmung zu einem SCHUFA-Check erforderlich, um die Kreditwürdigkeit in Echtzeit zu verifizieren.
Ist eine Finanzierungsbestätigung verbindlich?
Ein Käuferzertifikat ist eine vorläufige Bestätigung der Finanzierungskraft und rechtlich nicht mit einer finalen Finanzierungszusage gleichzusetzen.
Während Standard-Bestätigungen oft auf Selbstauskünften basieren, beinhaltet dieses Zertifikat eine Schnittstelle zur SCHUFA, wodurch die Bonität des Interessenten bereits im Vorfeld objektiv verifiziert wird.
Eine rechtsverbindliche Zusage erfolgt üblicherweise erst nach der abschließenden Bewertung der Immobilie durch die finanzierende Bank. Im Immobilienmarkt dient das Zertifikat jedoch als Nachweis der Seriosität und ist kann helfen, um von Maklern für die finale Verhandlungsrunde berücksichtigt zu werden.
Beeinflusst die Erstellung des Zertifikats meinen SCHUFA-Score?
Nein. Die Prüfung erfolgt als sogenannte „Anfrage von Konditionen“. Dieser Vorgang ist merkmalsneutral und hat keine Auswirkungen auf Ihren SCHUFA-Score oder Ihr zukünftiges Rating. Sie können Ihre Bonität risikofrei für Ihre Immobiliensuche nachweisen.
Wie lange ist eine Finanzierungsbestätigung gültig?
Da sich finanzielle Rahmenbedingungen und Bonitätsdaten ändern können, ist das Zertifikat in der Regel für einige Monate "gültig". Es empfiehlt sich, bei einer längeren Suche kurz vor wichtigen Besichtigungsterminen eine Aktualisierung vorzunehmen, um stets einen topaktuellen Nachweis vorlegen zu können.