Volks- und Raiffeisenbank eG punktet im Mittelstandsgeschäft

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren auf der Vertreterversammlung gutes Jahresergebnis 2015:

  • 4 Prozent Dividende für die 22.838 Mitglieder
  • rund 4 Mio. Euro Steuern wurden 2015 gezahlt
  • Wahlen zum Aufsichtsrat

Wismar. Die Volks- und Raiffeisenbank eG hat am 30.06.2016 mit Ablauf der Vertreterversammlung auch bilanztechnisch den Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufene
Geschäftsjahr 2015 gezogen. 115 Vertreter wurden zur Versammlung schriftlich eingeladen.

Im Vorfeld veranstaltete die Volks- und Raiffeisenbank eG über das gesamte Geschäftsgebiet
verteilt 6 Regionalversammlungen, die von 1500 Mitgliedern besucht wurden. Die Mitglieder
erhielten somit die Gelegenheit, wichtige Einzelheiten über die Bank auf diesem Wege zu
erfahren.

Gute Zahlen waren sicherlich auch ein Grund für die gut besuchte Vertreterversammlung am
30.06.2016 – Aufsichtsrat und Vorstand berichteten über das vergangene Geschäftsjahr.
„2015 war ein gutes Jahr für die Volks- und Raiffeisenbank eG.“, zogen beide Bankvorstände,
Jan-Arne Hoffmann und Dieter Heidenreich, eine positive Bilanz. Der ausdrückliche Dank von
Vorstand und Aufsichtsrat galt den Beschäftigten in den 30 Geschäftsstellen für deren
besonderes Engagement und die erfolgreich geleistete Arbeit.

„Der Jahresabschluss 2015 zeigt insgesamt gute Zahlen. Die Kundeneinlagen haben sich gut
entwickelt. Im Firmenkundengeschäft waren Finanzierungen für mittelständische Kunden stark
gefragt.“, fasst Jan-Arne Hoffmann zusammen. Sein Fazit: „Die Volks- und Raiffeisenbank eG
hat sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort und in der Region präsentiert und Marktanteile
weiter ausgebaut.“

Hier das Wichtigste im Überblick:

  • Die Bilanzsumme beläuft sich auf 1,124 Mrd. Euro.
  • Das gesamte betreute Kundenwertvolumen beträgt 2,084 Mio. Euro.
  • Das Geschäftsjahr 2016 wurde mit einem Jahresüberschuss von 1,717 Mio. Euro
    abgeschlossen. Daraus schüttet die Bank eine Dividende in Höhe von 4 Prozent an die
    nunmehr 22.838 Mitglieder aus und stärkt zudem ihre Rücklagen.
  • Die Kundenforderungen stiegen um 4,7 % auf 671 Mio. Euro. Hier liegt der Schwerpunkt
    bei langfristigen Finanzierungen. Im Firmenkundengeschäft waren Finanzierungen für
    mittelständische Kunden unter anderen.
  • Die Kundeneinlagen kletterten auf 928 Mio. Euro - ein Wachstum von 5,1 %. Bevorzugt
    wurden ähnlich wie in den Vorjahren kurzfristig ausgerichtete Anlageformen von unseren
    Kunden.

Zuwächse verzeichnete die Volks- und Raiffeisenbank eG auf beiden Seiten der Bilanz:
Wachstumstreiber im Privatkundengeschäft waren Wohnungsfinanzierungen sowie
Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung. Im Firmenkundengeschäft wurden von der Bank insbesondere Investitionen für betriebliche Anlagen finanziell begleitet. Den größten Anteil machen die Kredite an die Landwirtschaft mit etwa einem Viertel aus.

„Die Volks- und Raiffeisenbank eG leistet einen großen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in der Region.“ Genossenschaftliches und kooperatives sowie verantwortungsvolles Wirtschaften gelten als zunehmend zeitgemäße Ideen. Das Geschäftsmodell, Einlagen regional hereinzunehmen und diese als Kredite an die regionale Wirtschaft wieder auszugeben, werde von immer mehr Menschen für gut befunden. Unsere Mitglieder und Kunden sehen uns als Teil ihres sozialen Netzwerks“, erklärte Jan-Arne Hoffmann, Vorstandsvorsitzender.

Aktuell sind rund 85.000 Personen Kunde der Bank. Die Volks- und Raiffeisenbank eG gehört mit inzwischen 22.838 Teilhabern zu den größten Mitgliedervereinigungen der Region und zu der ältesten Kreditgenossenschaften in Norddeutschland. „159 Jahre fühlen wir uns als Bank vor Ort für unsere Mitglieder und für die Region verantwortlich. Es lohnt sich, Mitglied bei der Volks- und Raiffeisenbank eG zu werden. Die Mitgliederentwicklung der letzten Jahre zeigt, dass wir hier auf einem guten Weg sind“, freute sich Jan-Arne Hoffmann. Mehr als jeder 4. Kunde ist bereits Mitglied der Volks- und Raiffeisenbank eG und damit Miteigentümer.

284 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Volks- und Raiffeisenbank eG beschäftigt. 21 Auszubildende zählt die Bank. „Unser Haus ist gleichfalls als Arbeitgeber, Kreditgeber und Investor, aber auch Steuerzahler ein wichtiger Bestandteil in der Region. Dass die Genossenschaftsbanken besondere Stärken haben, kann man übrigens auch ganz konkret an Zahlen festmachen. Zum Beispiel dieser: 2015 hat die Volks- und Raiffeisenbank eG Steuern in Höhe von 4 Mio. Euro gezahlt. Das sind 3.627 € Euro für jede Million Euro unserer Bilanz-summe.

Zum Vergleich: Die vier privaten Großbanken in Deutschland haben in den vergangenen Jahren im Schnitt für jede Million Euro auf ihrer Bilanz nur etwa 600 Euro Steuern überwiesen. Umgerechnet auf ihre Größe, haben die deutschen Genossenschaftsbanken im gleichen Zeitraum mehr als den vierfachen Betrag zur Finanzierung von Kommunen, Ländern und Bund und damit zur finanziellen Unterstützung unseres Gemeinwohls beigetragen.

Auch als Unterstützer von zahlreichen Projekten vor Ort hat sich die Volks- und Raiffeisenbank eG betätigt. Spenden in Höhe von 285.000 Euro wurden an gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet.“, zieht Dieter Heidenreich ein Fazit.

Auch das Prüfungsergebnis spiegelt die positive Situation der Bank wider. Der Verband hat den Jahresabschluss 2015 geprüft und ihn mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Bank wird eine geordnete Vermögens- und Finanzlage bestätigt.

Dass die Vertreterinnen und -vertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Ebenfalls über die Verwendung des Bilanzgewinns hatte die Versammlung zu entscheiden. Dabei folgten die Vertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat.

Aus dem Aufsichtsrat schieden in diesem Jahr satzungsgemäß aus: Thomas Erver, Roland Ohlendorf, Rolf Peters und Hartmut Polzin. Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden: Thomas Erver, Roland Ohlendorf und Hartmut Polzin. Rolf Peters stellte sich nicht mehr der Wiederwahl und schied auf eigenem Wunsch aus dem Aufsichtsrat nach 12 Jahren Zugehörigkeit aus.

Der Aufsichtsrat schlug der Versammlung die Zuwahl eines weiteren Aufsichtsratsmitgliedes vor, um eine ausgewogene Vertretung aller Regionen zu erreichen. Ziel ist es, perspektivisch aus den 6 Regionen jeweils 2 Vertreter im Aufsichtsrat aus jeder Region zu haben.
Silke Werner, Steuerberaterin Dipl.-Kffr. der Steuerberaterkanzlei für den Mittelstand in Rostock und Güstrow, wurde daher als neues Mitglied für die Region Güstrow in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Aufsichtsrat der Genossenschaftsbank zählt 13 Mitglieder.

Einiges persönlich zu Rolf Peters:
Seit 1982 ist Rolf Peters Leiter der Mosterei LPG Satow. Im Juli 1990 hat er den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und die Mosterei Satow privat übernommen.

Am 04. August 2004 wurde er in den Aufsichtsrat der damaligen Raiffeisenbank eG Bad Doberan gewählt. Herr Peters hat nicht nur den gesellschaftlichen Umbruch von der Plan- in die Marktwirtschaft für sich selbst und sein Unternehmen erlebt, sondern sich auch ehrenamtlich für die Entwicklung seiner Genossenschaftsbank eingebracht. Meilensteine seiner Tätigkeit waren die Begleitung der Fusionen der Raiffeisenbank eG Bad Doberan im Jahre 2013 mit der Volks- und Raiffeisenbank eG, Güstrow und die Fusion im Jahre 2014 mit der Volks- und Raiffeisenbank eG, Wismar. Herr Peters erfüllt bis heute seine Position im Aufsichtsrat mit großem ehrenamtlichen Engagement, berücksichtigt insbesondere die Interessen der Region Doberan und hat dabei nie die Interessen der Genossenschaftsbank als Ganzes aus dem Auge verloren.

Einiges persönlich zu Silke Werner:
Silke Werner wurde 1974 in Güstrow geboren. Sie ist verheiratet und Mutter von 2 Kindern. Seit 2010 ist Silke Werner selbständige Steuerberaterin in Rostock und Güstrow. Über 20 Jahre lang ist Sie bereits in diesem Wirtschaftszweig tätig. Ihre berufliche Erfahrung in Güstrow und Umgebung möchte Sie gern in das Ehrenamt als Aufsichtsratsmitglied einfließen lassen und freut sich auf die Zusammenarbeit.