Geldautomat der Volks- und Raiffeisenbank eG gesprengt

Geld konnte nicht erbeutet werden

Die Volks- und Raiffeisenbank eG hatte als vorbeugende Maßnahme den Geldautomaten am Marktkauf in Grevesmühlen mit einem Anti-Gas-System ausgerüstet, das eine Sprengung von Geldautomaten verhindern soll.

Während früher der klassische Bankraub im Vordergrund stand, sind heute die Geldautomaten das Ziel. Obwohl die VR-Bank bisher nicht Ziel einer Geldautomatensprengung war, hat das Geldinstitut die Fälle im In- und Ausland zum Anlass genommen, um das eigene Sicherheitssystem zu überprüfen. „Wir haben bisher mit Überwachungskameras, Spiegeln und diversen Vorsätzen auf der Automatenoberfläche alles getan, um Missbrauch vorzubeugen.“, so Bankvorstand Dieter Heidenreich. „Deshalb hatten wir zum Beispiel diesen frei zugänglichen Automaten am Marktkauf mit einem neuartigen Gasneutralisationssystem ausgestattet.“ Diese Systeme sollen ein vom Täter eingeleitetes explosionsfähiges Gasgemisch unschädlich machen und lösen zudem einen Alarm aus. Um kurz nach 4 Uhr wurde die Bank informiert. Wieso das Anti-Gas-System die Sprengung nicht grundsätzlich verhindert hat, gilt es in den nächsten Tagen weiter zu untersuchen.

Die VR-Bank setzte auf die abschreckende Wirkung des Systems. Damit mögliche Täter von vornherein wissen, dass ihre Tat sinnlos ist und nicht zum Erfolg führen wird, wurde der Automat mit dem entsprechenden Aufkleber versehen. Dieser weist gleich in fünf Sprachen auf das Anti-Gas-System hin und sollen auch internationale Banden von ihrem kriminellen Vorhaben abhalten.

Entstandener Sachschaden ist derzeit nicht abschätzbar. Das Geld in dem Wertbehältnis konnte nicht erbeutet werden. Es wurde eine Notverglasung für den Vorraum vorgenommen.

Bargeld kann man sich unter anderem an der Kasse beim Marktkauf (ab einem Einkaufswert in Höhe von 20 Euro) auszahlen lassen. Der nächstgelegene Geldautomat steht im Regionalzentrum in Grevesmühlen in der August-Bebel-Straße zur Verfügung.